Seit zwei Wochen gestalten die SchülerInnen die Weltkugel, das Symbol für eine neue, gemeinsame Welt. Sergen und Eren haben alle Augen der SchülerInnen und die der Lehrkäfte fotografiert. Alle Kontinente wurden mit allen Augen beklebt. Der Stamm des Baumes, sprich der Fuß des Globus, wurde mit Pappmache zum Baumstamm gestaltet. Die Weltkugel wird auf dem Baum ruhen. Der Baum verkörpert das Leibtild der Schule: Er steht fest verankert auf der Basis von Methoden und Prinzipien auf dem Boden und streckt sich gleichzeitig in seinen zahlreichen Verästelungen in die Höhe - dem entgegen, was es zu stärken und zu entwickeln gilt!

Momentan erarbeiten die SchülerInnen mit Herrn Mohr aus der Musikschule in Germersheim einen Rap, den sie auf dem Markt der Möglichkeiten, sowie beim Fest der Kulturen präsentieren werden.
29.11.2011: Besuch der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Sie ist eine der größten Moscheen in Deutschland. Schon während der sehr kindgerechten und interessanten Führung konnten die SchülerInnen viel Neues erfahren und die Fragen stellen, die sie gemeinsam vorbereitet haben. In der Moschee zeigten Eren, Sergen, Sercan und Sinem, wie sie ihr Gebet verrichten. Den MitschülerInnen imponierten vor allem die verschiedenen Gebetshaltungen und die Sprache, in der die Gebetsverse gesprochen wurden. Sercan durfte sogar auf dem Kursi, dem Stuhl des Iman Platz nehmen, was er selbst als große Ehre empfand.

28.11.2011: Herr Niels-Holger Schneider von der Herbert-Quandt-Stiftung war zu Besuch, um die Schule kennen zu lernen und sich über den Stand und Verlauf des Projekts zu erkundigen. Zudem verlieh er uns eine Glasplakette der Herbert-Quandt-Stiftung, die alle Schulen, die ausgewählt wurden, erhielten.

Die Klasse GT 8 hat an diesem Tag mithilfe einiger türkischer Mütter und mit Frau Schwarz und Frau Mohr eigenes Lahmacum (türkische Pizza) zubereitet.

31.10.2011: Besuch des Gottesdienstes in der katholischen Kirche St. Georg in Hördt. Pfarrer Hermann Josef Mohr bezog die SchülerInnen mit in den Gottesdienst ein und beantwortete nach dem Gottesdienst alle Interviewfragen der SchülerInnen sehr ausführlich. Eren war an dem Beichtstuhl sehr interessiert und durfte darin auch Platz nehmen, Julia fand es toll in das Taufbecken zu schauen.

In der Zwischenzeit wurden alle gesammelten Informationen zu den verschiedenen Religionen bebildert, beschriftet und im Gang vor dem Klassenzimmer auch für die anderen SchülerInnen ersichtlich ausgehängt. Antworten auf Fragen, wie beispielsweise: „Warum beten Muslime auf einem Teppich?“, Warum tragen die Juden ein Kippa?“ oder „ Warum tragen türkische Mädchen ein Kopftuch?“ sind ebenso zusammengetragen, wie Informationen zum Christentum, Bilder vom Felsendom in Jerusalem oder der Geburtskirche in Bethlehem. Auch die Namen der SchülerInnen wurden in die hebräische und arabische Schrift übersetzt und bilden eine schöne „Multi-Kulti-Namenswand.“


Am 16. Januar findet der „Judislachri-Tag“ statt, ein klassenübergreifender Projekttag der Mittel- und Oberstufenklassen zu den verschiedenen Religionen. In unterschiedlichen Klassenräumen werden verschiedene Angebote (interaktives Lernen, Gebetswürfel basteln…..) unterbreitet, in denen die SchülerInnen Wissensertes über die Religionen erfahren sollen. Die Schülerinnen der Klasse GT 8 fungieren hierbei als „Experten“ und unterstützen die Lehrkräfte mit ihren bisher gemachten Erfahrungen. An einer Station werden auch die Steinskizzen entworfen, die dann später auf die fertige Straße gemalt werden. Die Vorstellungen, Eindrücke und Wünsche für eine gemeinsame neue Welt werden auf Steinplatten dokumentiert, aus der dann die „Judislachri- Straße“ entstehen soll.
Geplant ist noch der Besuch in der erst neu eröffneten Synagoge in Speyer.
Im März werden die SchülerInnen die „Judislachri-Straße“ auf dem Markt der Möglichkeiten in Mainz präsentieren. Dort werden die rheinland-pfälzischen Schulen ihre bisherigen Projektergebnisse vorstellen. Geplant ist im Juni ein Fest der Kulturen, bei dem sie Straße eröffnet und eingeweiht werden soll. |